Direkt zum Inhalt
openM!ndedvon Simon van de Loo
← Zurück zur Übersicht
Live · ehrenamtlich

VIDAhof e.V.

Die Website eines Gnadenhofs bei Kleve — übernommen als halbfertiges Bestandsprojekt und zu Ende gebaut. Für openM!nded ist sie außerdem der Ort, an dem sich die eigene Arbeitsweise nachprüfen lässt: Was das Modell zugearbeitet hat, steht dort live auf der Seite.

Zur Seite: vidahof.de ↗
VIDAhof auf einem MacBook: Startseite mit dem Leitsatz „Für ein Leben in Würde. Für alle.“

Ein Bestandsprojekt, kein weißes Blatt

Der Verein betreibt drei Höfe bei Kleve mit rund 130 geretteten Tieren und ist anerkannter Lernort Tierschutz. Die Seite muss deshalb mehr können als informieren: Patenschaften und Spenden einwerben, jedes Tier einzeln zeigen und eine Community tragen — Mitgliederbereich mit Registrierung und Dashboard, Forum, Spendenstrecke.

Begonnen wurde sie bei meinem damaligen Arbeitgeber und dort nie fertiggestellt. Ich habe das Projekt übernommen: fremder Code, fremde Custom-Module, dazu ein Baukasten, dessen Seiten als JSON in der Datenbank liegen. Neue Unterseiten habe ich deshalb bewusst als schlichte UIkit-Artikel angelegt statt im Builder — im Backend weniger komfortabel, dafür im Zweifel reparierbar.

Der Verein zahlt dafür nichts. Das ist so gewollt.

Die Fleißarbeit hat das Modell gemacht

  • 148Alt-Texte, live auf der Seite
  • 200+Fotos mit maschinell bestimmtem Ausschnitt
  • 0Bilder, die dafür den Rechner verlassen haben

Jedes Tier hat einen Steckbrief, jeder Steckbrief ein Foto, jedes Foto braucht einen Alternativtext und einen Ausschnitt, der in zwei verschiedene Layouts passt. Bei rund 130 Tieren plus Hof-, Team- und Blogbildern sind das einige hundert kleine Entscheidungen, von denen keine einzelne interessant ist — und die zusammen Tage kosten.

Diesen Teil hat A!ley übernommen, das Modell, das hier ohnehin läuft. Kein Dienst in der Cloud, kein Upload, keine Vereinsdaten in fremden Händen.

Gegengelesen wird trotzdem alles. Das Modell schlägt vor, ich entscheide — nur ist Entscheiden eine Sache von Minuten und Schreiben eine von Tagen.

Warum das mehr ist als Bequemlichkeit

Vor zwei Jahren, von Hand

Mehrere Tage Fleißarbeit

Ein kommunales Tourismusprojekt: Über 120 physische Ausstellungsstücke sollten ins Netz. Geliefert wurde, was in solchen Projekten üblich ist — Handyfotos in wechselnder Qualität und die Angaben verstreut über die E-Mails der Hersteller.

Pro Stück zwei Zuschnitte: die Totale mit Sockel und Plakette, die Nahaufnahme nur auf dem Objekt. Dazu die Angaben von Hand ins Schema, Alt-Texte selbst getippt, hochladen, nächstes Stück. Ich habe mehrere Tage daran gesessen — als Praktikant. Hätte es jemand anders gemacht, wären es bezahlte Entwicklerstunden gewesen, und die stehen am Ende auf der Rechnung des Kunden.

Heute

Ein Stapellauf über Nacht

Zwei der drei Handgriffe sind bei VIDAhof genau so gelaufen: Der Zuschnitt wird zur Koordinatenfrage, und die Alt-Texte entstehen im selben Durchgang. Der dritte — unstrukturierten Text aus Mails, Notizen und Datenblättern in ein sauberes Schema überführen, statt ihn abzuschreiben — ist dieselbe Mechanik, nur auf Text statt auf Bild angewandt.

Was bleibt, ist die Sichtung. Und die ist die eigentliche Arbeit: Ein Vorschlag, der falsch liegt, fällt in Sekunden auf. Ihn von Anfang an selbst zu schreiben, dauert Minuten — zweihundertmal.

Zur EinordnungDas Tourismusprojekt habe ich damals nicht automatisiert — die Mittel dazu hatte ich nicht. Es ist ein Vergleich, keine zweite Fallstudie. Belegt ist der VIDAhof-Teil: Die Alt-Texte, die Steckbrief-Beschreibungen und die Bildausschnitte stehen live auf der Seite und lassen sich dort nachsehen.

Was das praktisch ändert

JoomlaYOOtheme ProPHPMariaDBDockerMLX

Wo die Zuarbeit sichtbar wird